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Arbeitskreis


60 Jahre
Fischwirtschaft
in Rostock Marienehe



Bilder vom Fischereihafen aus den Jahren 1950 bis 1990 und nach der Wende 1990

Fischereihafen




Ständige Ausstellung
Hochseefischerei 1950-1990

Societät Rostock maritim e.V.


Norwegische See - Nordmeer

Kartenmaterial aus dem Fischereiatlas des eheml. Institutes für Hoschseefischerei des FIKO Rostock

 

Ich glaube, wir erinnern uns alle gerne an die Fischerei an der Norwegischen Küste.In meinen Anfangsjahren machte ich einmal mit dem Trawler "Eisleben" als III.Steuermann eine auf Köhler im Gebiet Svinöy. An einem Nachmittag fischten wir fast 1000 Korb guten großen Köhler.

Fast alle Fischvorkommen an der norwegischen Küste stehen mit denen der Barentsee eng in Verbindung. Die starken Laichkonzentrationen der norwegischen Küste sind meistens laichende Fische, die kurz zuvor aus der Barentssee abwanderten.

Svinöy ist der südlichste Fangplatz. Hier wurde im Frühjahr sehr viel Köhler gefangen. Wir können einen Zusammenhang mit den Heringskonzentrationen fast zur gleichen Zeit feststellen. Geschleppt wurde hier in allen Richtungen. Auf dem flacheren Wasser fanden wir Schlick und saßen wiederholt mit dem Netz fest.

Nördl. von Svinöy liegt der bekannte Fangplatz Halten Bank. Ich kann mich aber kaum daran erinnern, dass unsere Fahrzeuge hier über eine längere Zeit fischten. Es war sowas wie ein Ausweichfangplatz und meisten wurden hier nur ab und zu einige Hols gemacht.

Alle weiter nördlich ab Röst gelegen Fangplätze waren schwer zu befischen. Die steil abfallende Schelfkante machte uns immer das Leben schwer. Dazu kam die Strömung, die nur ein Schleppen von Süden nach Norden zuließ. Es wurde aufgedampft. Hatte man hier Fischwache, schaute man nicht nach vorne, sondern ständig auf das Lot und musste dementsprechend ständig den Schleppkurs korrigieren. Ließ man das Lot nur eine Minute außer Acht, dann war man meistens in tiefe Wasser abgefallen.

Ähnlich waren die Verhältnisse bei Malamgen und Svendsgrund. Hier fischten wir Kabeljau auf einer Tiefe von 180 bis 200 m. Rotbarsch stand meistens tiefer auf 300 bis 500 m Wassertiefe. Ich glaube wir erinnern uns alle noch an die beiden tiefen Löcher bei Malangen. Hier drehten wir beim Aufdampfen bei und setzten aus.

Am besten aber konnte man Rotbarsch auf der Fuglöy-Bank fischen.

Die größen Laichkonzentraten von Kabeljau standen aber in den Fjorden -für uns unerreichbar. Die Brut wurde durch die Strömung in die Barentssee transportiert. Hier wuchs der junge Kabeljau heran und verblieb bis zur Laichreife in diesem Gebiet. (7- 9 Jahre) Zum Laichen zog der Kabeljau zu Beginn des Winter bis zu den Lofoten. Wie bereits erwähnt laichte der Köhler bei Svinöy und die Brut wurde ebenfalls durch die Strömung in die Barentssee transportiert. Diesen Köhler konnte man aber auch bei Island und bei den Färöer wiederfinden.

In diesem Gebiet an der norwegischen Küste wurde auch Rotbarsch und Schellfisch gefangen. Schellfisch hatten wir meistens bei Andenes gefangen.

 

 




Letztes Update: 04.11.2012, 14:33 Uhr
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