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Schirmer
Jochen Schirmer
Kunstmaler


Arbeitskreis


60 Jahre
Fischwirtschaft
in Rostock Marienehe



Bilder vom Fischereihafen aus den Jahren 1950 bis 1990 und nach der Wende 1990

Fischereihafen




Ständige Ausstellung
Hochseefischerei 1950-1990

Societät Rostock maritim e.V.


Norwegische Küste

Karte aus dem Buch: „Kapitäne der Deutschen Hochseefischerei“ Kapitän Günther Kröger


 

 

 

 

Auszug aus dem Buch “Kapitäne der Deutschen Hochseefischerei“


2016 Günther Kröger

Norwegische Küste

Die Fischerei an der norwegischen Küste war jahrelang von großer Bedeutung für die Deutsche Hochseefischerei. Seit 1934 fischten deutsche Fischereifahrzeuge an den Küsten Norwegens. Die deutschen Fischereikapitäne konzentrierten sich in ihrer Fangtätigkeit auf die Fischarten Kabeljau, Köhler, Schellfisch, Rotbarsch, Hering und im südlichen Teil auch auf Makrelen.
Die Fischbestände wanderten überwiegend aus der Barentssee zum Laichen in diese Gebiete ein. Nach dem Laichen wanderten sie nach Norden oder nach Island zur Nahrungsaufnahme zurück.
Eine Reihe Kapitäne erinnern sich, dass sie versuchten im Gebiet Svinöy Ende der 60er Jahre im Februar/März Hering zu fischen. Doch meisten stand der Hering innerhalb der Hoheitsgrenzen und die Ergebnisse waren bescheiden.
Im Frühjahr wurde vor allem in den 50er Jahren auf dem Fangplatz Svinöy Köhler gefischt. Es waren meisten schnelle und gute Reisen.
Der etwas nördlicher liegende Fangplatz Halten Bank wurde weniger befischt. Ich erinnere mich, dass die Kapitäne hier aber immer wieder auf dem Weg nach Norden Probehols machten, die meisten wenig erbrachten.
Die weiter nördlich liegenden Fanggebiete waren auf Grund ihrer Bodenbeschaffenheit und der vorherrschenden Strömung für die Fischerei schwierig zu bearbeiten. Kohl, Schwämme und Steine erschwerten die Fischerei.
Südwestlich der Lofoten auf dem Fangplatz Röst konnten in den Monaten von Februar bis Mai Kabeljau, Köhler, Schellfisch und Rotbarsch gefischt werden.
Die Fangplätze Andenes, Malangen, Svensgrund und Fuglöy erforderten von den Fischereikapitänen schon Erfahrung und Kenntnisse. Wollte man eine bestimmte Tiefe halten, dann konnte man den Blick nicht vom Echografen nehmen, sonst wäre man in kürzester Zeit ins tiefe Wasser abgerutscht. Im Gebiet Andenes wurde überwiegend Schellfisch gefangen. Bei Malangen und Svensgrund war der Kabeljauanteil höher und im Gebiet Fuglöy Banken dominierte der Rotbarsch.

 

 




Letztes Update: 02.08.2017, 15:50 Uhr
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