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Schirmer
Jochen Schirmer
Kunstmaler


Arbeitskreis


60 Jahre
Fischwirtschaft
in Rostock Marienehe



Bilder vom Fischereihafen aus den Jahren 1950 bis 1990 und nach der Wende 1990

Fischereihafen




Ständige Ausstellung
Hochseefischerei 1950-1990

Societät Rostock maritim e.V.


Informationen - Heute

Stellungnahme zu dem Buch "Schutzlos auf See" und dem Artikel vom Journalisten Herrn Klietz


von Ingo Schulze - Administrator - 26.08.2020

Hallo Kolleginnen und Kollegen, Gruppenmitgliederinnen und -mitglieder,
Dank Lutz Mäusezahl habe ich mich jetzt mal mit dem Buch „Schutzlos auf See“ von Wolfgang Klietz beschäftigt. Lutz hat mir dieses Buch zum Lesen ausgeliehen.
Es gab ja bei uns wie auch in der DSR-Gruppe einige Diskussionen um Klietz wegen seiner Interviews in den lokalen Medien.
Ich möchte jetzt aus unserer Gruppe keine politische Diskussionsgruppe machen aber es muss gestattet sein, Fachliteratur zu bewerten. Allerdings ist es in diesem speziellen Beispiel notwendig, die jeweilige politische Lage mit einzubeziehen.
Von Anfang an fällt einem ehemaligen Seemann der in dem Buch genannten Redereien DSR und Fiko auf, dass das Buch von einem westlichen Journalisten geschrieben wurde. Klietz schreibt hier über eine Zeit, in der er entweder noch nicht einmal geboren war oder noch Kind war. Er hat selbst nichts davon wirklich bewusst mitbekommen, stark beeinflusst durch die Westdeutsche Geschichtsdarstellung. Das wird von der ersten Zeile an klar.
Einige Kapitel versucht Klietz sehr neutral darzustellen. Doch kommt er spätestens wieder zum Ausklang des Kapitels sehr schnell auf eine sehr einseitige politische Bewertung. Da wird das Wort SOLIDARITÄTSGÜTER in Anführungsstrichen gesetzt, da werden Waffenlieferungen betont, und unbelehrbare „Seilschaften“ als verklärende Geschichtsschreibung genannt, wenn die amerikanischen Piloten in Vietnam „Mörderpiloten“ genannt werden. Aber was waren sie dann?
Ich möchte im Folgenden mal kurz auf einige Themen des Buches eingehen. Man möge mir verzeihen, wenn der Beitrag dadurch ausnahmsweise mal etwas länger wird. Wer davon nichts mehr wissen will, sollte es einfach wegscrollen.


Bei den Themen zur „Völkerfreundschaft“ wird man bei Klietz den Eindruck nicht los, dass er mit denen sympathisiert, die sich nicht an internationales Seerecht halten und dadurch die zivile Schifffahrt in Gefahr bringen. Bei „Sprung in die Freiheit“ wird über eine illegale Flucht berichtet, die beinahe 497 Passagiere und 220 Besatzungsmitglieder in Gefahr bringt. Das alles wegen einer Person, die aus einem Bulleye flüchten will. Glück der „Völkerfreundschaft“ war es, dass der U-Boot-Jäger „Najade“ bei der Kollision mit dem Bug direkt auf einen Spant traf. Es hätte auch anders ausgehen können.
Übrigens, illegale Grenzübertritte wurden in aller Welt geahndet. Nur wenn jemand aus dem Ostblock flüchtete, war es „Flucht in die Freiheit“. Da war es dann legal und die Behörden Verbrecher. Zu meiner Dienstzeit an der Grenze 1985 wurde ein illegaler Grenzgänger an der Deutsch-Österreichischen Grenze erschossen. Das war dann aber legal!
Man mag von einem System halten, was man will, trotzdem war man auch in der DDR nicht eingesperrt. Es gab legale Wege das Land zu verlassen, auch wenn man von den Behörden schikaniert wurde. Aber man musste weder sein eigenes noch das Leben anderer aufs Spiel setzen.
Die gefährliche Umkreisung der „Völkerfreundschaft“ durch ein Marineschiff der Bundeswehr in internationalen Gewässern wird in diesem Buch verniedlicht.
Auf der Fahrt nach Cuba wird dann spekuliert über Sinn und Zweck der Fahrt und sogar die Ladung in Frage gestellt. Scheinbar geschah in den sozialistischen Ländern nichts ohne staatlich gelenktem geheimen Hintergrund.
Ein Bild der Völkerfreundschaft macht deutlich, dass Klietz darauf aus ist, sein Augenmerk vor allem auf den Einfluss der Stasi zu lenken. Das angebliche Stasibild ist ein Bild aus einem Werbeprospekt der Völkerfreundschaft, worauf Lutz Mäusezahl den Schreiber auch hingewiesen hat. Er besteht auf „Stasibild“.


Als die „Arendssee“ 1984 in Luanda versenkt wurde, war ich selbst mit ROS 338 da unten. Zu dieser Zeit war in Angola eine sehr angespannte Lage. Die kriegerischen Auseinandersetzungen haben deutlich zugenommen. Während wir noch ein Jahr vorher Landgang zum Baden bekamen, war uns das 1984 verboten. Als wir mit dem Bus zum Flughafen fuhren, wurde auf unserem Weg plötzlich mit Maschinengewehren geschossen. Da wurde einem schon mulmig im Bauch.
Die Nacht im Hafen war sehr unruhig. Auf unserem Schiff war ein Angolanischer Soldat und schmiss in unregelmäßigen Abständen Handgranaten ins Wasser, die neben dem Schiff explodierten. Wir spürten stets und ständig die Anspannung. Dass mal zur Erklärung der damaligen Lage.
Was hier in der Berichterstattung auffällt ist, dass erst sachlich über das Ereignis berichtet wird und dann alle Hilfsmaßnahmen des Ostblocks für die legitime Regierung der MPLA in Frage gestellt werden. Es muss doch was zu finden sein, um diese Hilfen kriminalisieren zu können. Da wird nach westlichem Medienmuster über jegliche Aktionen und Frachten auf Legalität spekuliert. Dass die USA die UNITA-Baden unterstützen, findet kurz Erwähnung aber dass der Westen (nicht nur die USA) auch Kriegsgerät liefern, wird geflissentlich verschwiegen. Die Rechtmäßigkeit der MPLA-Regierung wird in Frage gestellt. Was wir alle wissen ist, dass unter den Solidaritätsgütern tatsächlich sehr viele Waren für die Versorgung der Bevölkerung dabei waren, wie medizinisches Gerät und Nahrungsmittel. Aber auch Produktionsmittel, Nutzfahrzeuge und anderes. Das war nicht nur, wie hier beschrieben, für die kämpfende MPLA, ANC oder SWAPO gedacht.
Des weiteren wird beschrieben, wie „unfähig „ doch die sowjetischen Helfer bei der Bergung der „Arendssee“ waren, während doch die Franzosen höchst professionell die ebenfalls beschädigte „Lundoge“ reparierten. Mag sein, das auf dem sowjetischen Schiff die Technologie nicht vorhanden war. Aber die „Lundoge“ fuhr mit eigener Kraft in den Hafen, was die „Arendssee“ nicht mehr konnte.


Zur „Halberstadt“ und „Frieden“ in Haiphong wird erstmal der ganze Vietnamkrieg verklärt. Denn der Vietnamkrieg war kein Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südvietnam, wie uns Klietz erklären will, sondern ein Bürgerkrieg in Südvietnam, der einerseits von Nordvietnam unterstützt wird und andererseits von den USA. In der Folge greift die USA dann Nordvietnam völkerrechtswidrig an. Hier geschehen Kriegsverbrechen der USA in nie gekanntem Ausmaß. Bei Angriffen schrecken die Amerikaner auch nicht davor zurück, fremde Schiffe anzugreifen, wie mit der „Halberstadt“ und anderen Schiffen geschehen. Und wieder wird Ladung und Auftrag der Ostblockschiffe, insbesondere der DDR-Schiffe in Frage gestellt. Da wird spekuliert und gemutmaßt, dass der geneigte Leser über die „kriminellen Machenschaften“ von Stasi und Parteiführung nur den Kopf schütteln kann.
Was ist an dem Satz „propagandistisch eingefärbt“, wenn man den Mut der Vietnamesen bewundert und schreibt: „Die verständliche Angst um des eigene Leben wurde dabei verdrängt durch einen vorher nie gekannten Hass gegen die Mordpiloten.“ Es waren MORDPILOTEN, die ihre Bomben hauptsächlich auf zivile Einrichtungen und Wohnhäuser abwarfen.
Der 2.Weltkrieg in Europa war noch keine 30 Jahre vorbei. Für einige Besatzungsmitglieder der DSR muss das Bombardement wie ein schreckliches Dejavue gewirkt haben.


Einige Fälle werden sehr kurz und unspektakulär abgehandelt. Das gibt dann einen sehr realistischen Eindruck. Immer aber werden irgendwelche Stasiakten zitiert, die beim Leser den Eindruck hinterlassen, wie doch die Stasi die DDR-Seefahrt maßgeblich beeinflusst. Wer genauer ließt, wird feststellen, dass die Zitate ein völlig normaler Vorgang sind, wenn einem Land beträchtliche wirtschaftliche und politische Schäden zugefügt werden. Über die Akten des BND oder anderer Geheimdienste zum Beispiel zum Vorgang mit dem U-Boot-Jäger „Najade“ wird hier gar nichts geschrieben. Da es ein internationaler Vorgang war, gibt es mit Sicherheit auch beim BND eine Akte darüber.
Man kann dieses Buch kaufen. Man kann es aber auch lassen!


 

Sassnitz erhält eine neue Hafenordnung – unterschrieben vom Präsidenten der USA Trump


von Kpt. Günther Kröger - 17.08.2020

Eine neue Attraktion für das Hafenmuseum, könnten die Fischer und die Bewohner der Stadt mit den Fischern und Fischverarbeitern, der Fährverbindungen nach Skandinavien und dem Güterverkehr in die östlichen Länder denken.
Der USA Präsident und seine Getreuen wollen den Sassnitzern vorschreiben, wer den Hafen anlaufen darf, was man im Hafen betreiben kann, welchen Geschäften sie nachgehen können, um dem Hafen wirtschaftlich zu gestalten.
Die Umweltorganisationen haben die Fischerei im Sassnitzer Hafen fast zum Erliegen gebracht und nun will der USA-Präsident im Hafen Mukran die Arbeiten zum Nord Stream-2 Projekt zum Scheitern bringen.
So ganz Unrecht hatte man wohl doch nicht, als man uns in der Ausbildung und im Studium lehrte, dass die USA sich zum Weltgendarm aufschwingen. Sie wollen bestimmen wie es in der Welt längs geht. Mit Trump hat sich diese Haltung extrem zugespitzt. Amerika first – spürt man heute wieder in der ganzen Welt. Mit dieser Politik sanktioniert er die halbe Welt, wenn es um politische und wirtschaftliche Vorteile geht.
Er will sein eigenes Gas verkaufen und Gas mit über Nord Stream nach Deutschland bringen, geht gar nicht.
Als nun der Brief der USA Senatoren beim Bürgermeister von Sassnitz mit den Drohungen eintraf, wandte er sich an die Politik, dem Außenministerium nach Berlin.
Einige wage Proteste, aber so richtige energische Schritte Deutschlands und der EU gegen die USA Schritte habe ich nicht gehört.
Wie schreibt die Freie Presse am 17. August: „der Bürgermeister solle sich Sorgen machen“.
Was soll man davon halten? Man will sich von diesem Irren nicht abkoppeln, die Abhängigkeit ist wirtschaftlich zu groß. So wird wohl Sassnitz auf der Strecke bleiben.
Frau Merkel braucht ja auch die Stimmen aus ihrem dortigen Wahlkreis nicht mehr, doch wenn sie nicht reagiert wird sie nicht nur meine Achtung verlieren, die Wähler von der Insel Rügen werden das Vertrauen wollkommen zu ihrer Politik verlieren. Die Fischer würden rufen „Let’s go“, bewegen Sie sich Frau Merkel und lassen Sie die Stadt mit den Problemen nicht allein.


 

 


 

Information an alle ehem. Hochseefischer und alle maritim interessierten Leser

Das Schifffahrtsmuseum, so soll jetzt das Traditionsschiff heißen, öffnet am 15. Mai 2020 um 12.00 Uhr.
Auch unsere vorbereitete Ausstellung „Fänger im Eis - Rostocker Hochseefischer im Nordatlantik“ kann dort schon jetzt besichtigt werden. Offiziell soll unsere Ausstellung aber erst im September 2020 mit geladenen Gästen eröffnet werden.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Freitag 12.00 – 16.00 Uhr
Sonnabend – Sonntag 11.00 – 17.00 Uhr



Viel Spaß bei Erinnerungen an unser Arbeitsleben.

Günther Kröger

 


 

 

Liebe Vereinsmitglieder, Förderer und Freunde der Hochseefischerei,
gestern am 06. November 2018 wurde unser Verein "Arbeitskreis Hochseefischerei-Rostock e.V" durch die Richard Siegmann Stiftung für seine Arbeiten zur Pflege und Erhaltung des maritimen Erbes der Hanse- und Universitätsstadt Rostock mit einem Förderpreis geehrt.

Wir haben uns erfolgreich bei der Stiftung beworben und erhielten bei den Förderpreisen den 1. Preis. Wir sind stolz, dass damit unsere Arbeit öffentliche Wertschätzung fand. Die Auszeichnung nahm der Vereinsvorsitzende Helmut Jeske entgegen.

Mit freundlichen Grüssen
Rudolf Ziemer
Pressemitteilung am 07.November in der Ostsee Zeitung:

Siegmann-Medaille an Kunsthalle Rostock verliehen

Rund 80 Gäste sind bei der feierlichen Ehrung in der Toitenwinkler Jugend- und Begegnungsstätte „Fischkutter“ gewesen. Auch wurden drei Förderpreise übergeben.

Yvette Hartmann (l.), Vorstandschefin der Rostocker Straßenbahn AG und stellvertretende Vorsitzende der Richard-Siegmann-Stiftung, hat gemeinsam mit Viola von Oeynhausen die Medaille an Kunsthallen-Chef Jörg-Uwe Neumann überreicht. Quelle: André Wornowski Rostock.

Die Kunsthalle Rostock hat am Dienstag die Richard-Siegmann-Medaille verliehen bekommen. Vor rund 80 Gästen in der Toitenwinkler Jugend- und Begegnungsstätte „Fischkutter“ nahm Kunsthallen-Chef Jörg-Uwe Neumann die Auszeichnung entgegen. „Ich bin sehr, sehr stolz“, sagte Neumann und bedankte sich bei allen Unterstützern. Auch blickte er auf eine unruhige Vergangenheit zurück. „Die Kunsthalle sollte wirklich mal geschlossen werden. Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen.“ Längst wirke die Kunsthalle nun wieder in die Stadtgesellschaft hinein. „Dass das geklappt hat, ist schon ein Wunder“, so Neumann.

„Die Kunsthalle Rostock ist ein sehr einladender und lebendiger Ort geworden“, betonte Viola von Oeynhausen, Vorsitzende des Kuratoriums der Richard-Siegmann-Stiftung, bei der Medaillenvergabe. Durch ihre Ausstellungen, museumspädagogischen Angebote und interdisziplinären Veranstaltungen mache die Kunsthalle das kulturelle Erbe der Stadt erlebbar. „Und trägt dies auch über die Grenzen Rostocks hinaus“, so von Oeynhausen.

Die Kunsthalle Rostock wurde 1969 als erster und einziger Museumsneubau der DDR eröffnet. Nach der Wende sei es jedoch lange nicht gelungen, diesen Ort auch zu einem kulturellen Mittelpunkt aller Rostocker zu entwickeln. Das ist erst in den vergangen Jahren gelungen: „Erfolgreiche Formate wie ,Rostock Kreativ’, ,Brainpainting’, regelmäßige Ausstellungen zur Kunst der DDR, aber auch zu national und international bekannten Künstlern sprechen inzwischen die unterschiedlichsten Besuchergruppen an“, sagt von Oeynhausen.

Die Richard-Siegmann-Stiftung hat die gleichnamige Medaille in diesem Jahr bereits zum vierzehnten Mal vergeben. Der Preis soll Gemeinsinn, Weltoffenheit und Demokratie fördern. Aufgrund des Stadtjubiläums stand diesmal die Geschichte Rostocks im Mittelpunkt: „Was nehmen wir aus der Vergangenheit mit? Woran wollen, woran müssen wir uns erinnern? Und was machen wir daraus für die Zukunft?“, lauteten die Leitfragen.

Neben der mit 3000 Euro dotierten Richard-Siegmann-Medaille vergab die Stiftung drei Förderpreise. Der erste Förderpreis ging an den „Arbeitskreis Hochseefischerei Rostock“, der sich insbesondere der Traditionspflege und Sammlung der materiellen, kulturellen und ideellen Werte der Hochseefischerei und des Fischkombinates Rostock als eine Säule des maritimen Erbes verschrieben hat.

Den zweiten Förderpreis erhielt der Rostocker Gerhard Weber: Durch seine Leidenschaft für die Fotografie stehen der Hansestadt unzählige Bilder historischer Werke und Begebenheiten zur Verfügung. Ein dritter Förderpreis konnte in diesem Jahr an Dr. Ulf Kringel vergeben werden: Als interessierter und engagierter Bürger spürt er Gemälde mit lokalem Bezug auf, um sie der Öffentlichkeit wieder bekannt zu machen.

Die Förderpreise sind jeweils mit 500 Euro dotiert.
André Wornowski


Besuch der Seefahrtschule Wustrow am 31. August 2018

Bericht von Kapitän Rolf Jürgen Petzold

    



Letztes Update: 26.08.2020, 14:25 Uhr
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