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Schirmer
Jochen Schirmer
Kunstmaler


Arbeitskreis


60 Jahre
Fischwirtschaft
in Rostock Marienehe



Bilder vom Fischereihafen aus den Jahren 1950 bis 1990 und nach der Wende 1990

Fischereihafen




Ständige Ausstellung
Hochseefischerei 1950-1990

Societät Rostock maritim e.V.


Rückblick 60 jähriges Jubiläum

Günther Kröger - Autor und Verleger und ehem. Fangdirektor


Rückblick

60 jähriges Jubiläum des Rostocker Fracht- und Fischereihafens mit dem großen Treffen ehemaliger Hochseefischer und Angehörige des Fischkombinates Rostock.

Es waren wunderschöne Tage in Rostock, es war ein einmaliges Fest der Hochseefischer und der ehem. Betriebsangehörigen des FIKO Rostock im Rahmen des Jubiläums des Fischereihafens.

Ein großes Lob den Organisatoren und der Chefin des Hafens Daniele Priebe. Im Namen der wohl 20.000 Besucher ein herzliches Dankeschön. Wir waren alle „Happy“.

Für mich begann das Fest bereits am 22.04. in der Sozietät e.V. Rostock mit der Vorstellung meiner beiden neuen Bücher über die Rostocker Hochseefischerei. Eine gut besuchte Lesung, die ebenfalls bereits ein Treffen alter Betriebsangehörige und Hochseefischer war. Im Vorfeld der Lesung wurden Erinnerungen ausgetauscht und ich denke es ist mir gelungen, beide Bücher interessant und anschaulich vorzustellen. So mancher Zuhörer fühlte sich in unsere Arbeitszeit auf den Schiffen zurück versetzt. Auch von mir ein Dankeschön fürs Kommen und Zuhören und an die Sozietät e.V. Maike Krüger.

Am 23.04. war die Eröffnung der Ausstellung über die Rostocker Hochseefischerei. Große Beachtung erhielt die Rede des Chefs der Organisatoren Fritz Hartung. Mit aller Deutlichkeit machte er der Bürgerpräsidentin und dem Oberbürgermeister der Stadt Rostock klar, das Traditionsschiff gehört in den Stadthafen. Dort könnte es ein Anziehungsmagnet für die Rostocker und die Urlauber werden. Die Bürger Rostocks sollten diese Forderung unterstützen.

Die Hochseefischereiausstellung hat mich sehr beeindruckt. In sachlicher Form spiegelt sie die Rostocker Hochseefischerei wieder und stellt die Leistungen der Hochseefischerinnen und der Hochseefischer ins richtige Licht. Ganz hervorragend gelungen ist die Ansicht des ehemaligen Fischereihafens mit den vielen Gebäuden und den Gewerken, dem Arbeitsfeld der Betriebsangehörigen.

Es ist schade und unverantwortlich, dass sie nach kurzer Zeit wieder abgebaut werden soll. Die Hochseefischer vertreten die Auffassung:

„Das Traditionsschiff gehört in den Stadthafen und die maritime Museumslandschaft muss auf dem Traditionsschiff verbleiben“.

Dann das große Treffen am 24.04. im Rahmen des 60 jährigen Jubiläums des Rostocker Fracht- und Fischereihafens. Vor der Kulisse eines Supertrawlers, schon nach der Eröffnung eine riesige Menschenmenge auf dem Festplatz und in der Fischhalle. Böllerschüsse und eine Kranzniederlegung eröffneten das Treffen. Musikalisch wurden Seemannsmelodien vom Blasorchester der Hansestadt und Shantychor Luv und Lee vorgetragen und es krippelte unter der Haut bei unserem Hochseefischerlied, gesungen von unserem alten Kochsinspektor Martin Nabel. Einzigartig waren die Seenotübungen im Alten Hafen. In den Zelten oder Pagoden mussten sich die Büchermacher, Maler und Modellhersteller, die Fischverkäufer dem Ansturm der alten Kolleginnen und Kollegen erwehren. Ich habe über 600 meiner Bücher verkauft und noch einen Berg Bestellungen mit nach Hause genommen. Es war für mich einmalig, ein großer Erfolg, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Bewegt war ich über die vielen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen aus der Flotte und den Landbereichen, die mich herzlich begrüßten und mit denen ich noch ein bisschen Zeit fand, in alten Erinnerungen zu schwelgen-Ich sprach mitK.H.Gubick.Kpt.Jochen Pesch, Jörg Sauer,K.H.Kraus,Peter Geißler,Freddi Korthase,Manfred Radtke,Frau Fiss,Bernd Meyer,Christian Krosch, der einen Buchstand mir gegenüber hatte, Johannes Reckzeh, Dr.Peter Ernst, Falk Ubel, Gerd fehling, den Söhnen von Ingo Dietrich, Hans JürgenHolz H.J.Franz,Kpt Uwe Kröger, KptHeinrich Schwarz und H.Seffner,Georg Haasler und Jürgen Hassler und vielen, vielen anderen Freunden mit denen ich im Internet Verbindung hatte.Viele hatten sich auch so verändert, dass ich sie nicht wieder erkannte. Habe ich auch mit Steffen Schmidt aus Süd-Afrika gesprochen- manches bekomme ich gar nicht mehr zusammen, so vi8ele ehemalige Kolleginnen und Kollegen auch aus den Landbereichen waren es. Man möge mir verzeihen, wenn ich den einen oder anderen nicht wieder erkannte und gleich beim Namen nannte. Auch mit den Freunden vom Dresdener Stammtisch wechselten wir Worte und nahmen uns vor nach unserem alten Kollegen Guntram zu forschen. Meine Kinder, die mithalfen beim Bücherverkauf, konnten es kaum fassen, wie viele Menschen ihren Vadder kannten und die alle mit ihm reden wollten.

Und draußen auf dem Festplatz, Besatzungsmitglieder mit T-Shirts und der Aufschrift: „Wir fuhren bis ans Ende der Welt“. Alte Lehrlingsklassen trafen sich, Stammtisch Hochseefischer besuchten das Treffen und sogar im Rollstuhl kamen die alten Fischersmänner.

Begrüßt habe ich auch die Leiter unserer ehemaligen Poliklinik Dr. Wurbst und Dr.Lau und auch meinem Zahnarzt schüttelte ich die Hand. Und mitten in dem Trubel die Hafenchefin Daniele Priebe und ihre Vorgängerin Traute Sacander. Nicht vergessen sollten wir Hermann Cziwerny, unseren Kollegen Krause und Kapitän Coijanovic, Timo Lührs, die alle bei der Vorbereitung mitwirkten.

Sollte ich jemanden vergessen haben, dann möge man mir verzeihen,

denn es gab viele weitere Helfer, die am Gelingen des Festes mitwirkten.

Es war ein gelungenes Fest, und nochmals ein Dankeschön im Namen aller ehemaligen Kolleginnen und Kollegen des Fischkombinates.

Ich selber bedanke mich bei den Organisatoren, es war eine einmalige Leistung. Das nächste Treffen sollten wir aber nicht auf die lange Bank schieben. Wir werden alle älter.

 




Letztes Update: 08.03.2011, 14:06 Uhr
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