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Arbeitskreis


60 Jahre
Fischwirtschaft
in Rostock Marienehe



Bilder vom Fischereihafen aus den Jahren 1950 bis 1990 und nach der Wende 1990

Fischereihafen




Ständige Ausstellung
Hochseefischerei 1950-1990

Societät Rostock maritim e.V.



Gefriertrawler im FIKO Rostock

ROS Name Call ab 1979 Indienststellung Kapitän Außerdienststellung.

801 Fritz Dettmann Y4DU 09.12.1986 Bernd Moschner ab 1993 Mecklenburger Hochseefischerei GmbH
802 Heinz Daduna Y4DW 17.12.1986 Ingo Briesewitz ab 1993 Mecklenburger Hochseefischerei GmbH
803 Werner Niedermeier Y4DY 08.01.1987 Jörg Rust 13.11.1993 aufgelegt/14.07.95 Argentinien verkauft
804 Albert Glas Y4DZ 20.01.1987 Volker Schnell Mecklenburger Hochseefischerei GmbH
805 Manfred Skaun Y4HM 28.08.1987 Hubert Rudkowski Mecklenburger Hochseefischerei GmbH
806 Wilhelm Rügheimer Y4HP 31.08.1987 Ernst Lojewski Mecklenburger Hochseefischerei GmbH
807 Otto Wickbold Y4HQ 30.09.1987 Frank Feller Mecklenburger Hochseefischerei GmbH

Zum Verkauf oder weiteren Verwendung liegen nach dem Einsatz in der Mecklenburger Hochseefischerei GmbH keine Informationen vor.

Gefriertrawler im Fischkombinat Rostock


zusammengestellt von Günther Kröger

Die Schiffsklasse „Gefriertrawler“ waren die letzten Fischereischiffe, die im Fischkombinat Rostock in Dienst gestellt wurden. In der Zeit vom 09.Dezember 1986 bis 30. September 1987 übergab die Volkswerft Stralsund 7 Fahrzeuge. Viel Mitspracherechte für die Indienststellung dieser Schiffe hatte das Fischkombinat Rostock nicht. Wie Autor Strobel schon richtig ausführte hieß es: „Diese Schiffe oder gar keine“ Es war ein speziell für die damalige Sowjetunion entwickeltes Fang-und Verarbeitungsschiff (Atlantik 333).
Die Volkswerft Stralsund war vollkommen auf den Export in die damalige UdSSR orientiert, an eine Eigenentwicklung für die Rostocker Hochseefischerei war nicht zu denken.
Einzige Veränderungen waren die Ausrüstung mit einer Hydroakustik auf Colarbasis und die Installierung des komplexen Navigationssystems MNS 2000. Diese Nachrüstung wurde auch nur möglich, weil wir dadurch einen Mehrfang von 10 Prozent garantierten. Das war hoch angesetzt, aber es blieb uns nichts anderes übrig.
Im Stillen dachten die Ingenieure und auch die Kapitäne, sie hätten hier einen geschrumpften Supertrawler vor sich. Mit seinen 62 m Länge und seiner kompakten Schiffsform hatte er schnell den Namen „Wildschwein“ in der Flotte.
Das Schiff wurde anfangs überwiegend im Nordmeer zum Abfischen der erhaltenen Quoten eingesetzt. Es hatte anfangs viele technische Ausfälle, die aber mit der Zeit behoben werden konnten. Es passte alles nicht so richtig zusammen. Der Aktionsradius war gering. Die Fischbearbeitungsanlage bestand aus einer Maschine. Die Gefrierkapazität mit 30 bis 35 t pro Tag konnte mit dieser Maschine nicht ausgelastet werden. Beengte Arbeitsmöglichkeiten in der Verarbeitung kamen dazu.
Es wurde von der Besatzung viel abverlangt, um verträgliche Ergebnisse zu erzielen.
Nach der Wende war dieser Fischereityp nicht Konkurrenz fähig. Es wurden neue Maschinen aufgebaut und Veränderungen im Verarbeitungsraum und der Kälteeinrichtung vorgenommen. Nur dadurch konnte eine marktgerechte Produktion erfolgen.
Einsatzgebiete für diesen Schiffstyp war das Nordmeer, der Rykjanes-Rücken, südwestl.Island, Ost-und Westgrönland, Kanada und die Norwegen Küste.
Die Namen der Schiffe wurden nach der Wende geändert. Eigentlich waren diese Schiffe in der Mecklenburger Hochseefischerei GmbH der letzte Teil der ehemaligen Rostocker Hochseefischerei.


 

 

Bemerkung: Es liegen keine vollständigen techn. Daten gegenwärtig vor. Die nachfolgenden Daten wurden der Zeitschrift Aseewirtschaft 11/86 Gefriertrawler Typ "Atlantik 333" entnommen.

L.ü.a.
62,20 m
  Laderaumvolumen
580 m³
Tiefgang bei voller Ladung
5,13 m
  Kühlladeraum
507 m³
Leistung der Hauptmotoren
2 x 882 kW, bei n = 1000 min-1
  Fischmehlladeraum
70 m³
Antriebsleistung
2400/ 1764 PS / kW
  Zuladung
Frostfisch 230 t
Geschw.
12,5 Kn
   
Fischmehl 48 t
Trossenzug
160 kN
  Einsatzdauer
120 Tage
Gefrierleistung

30 t / 23 h, Ganzfisch, aok Ware Filet.

  Vermessung
1994 GT
Fischmehlanlage
10 � 12 t Rohware / 24 h
  Besatzung, fangplatzbezogen
33-42 Pers.
Leberölanlage
4,4 t Rohware / 22 h
     

 




Letztes Update: 12.04.2017, 13:30 Uhr
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