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Arbeitskreis


60 Jahre
Fischwirtschaft
in Rostock Marienehe



Bilder vom Fischereihafen aus den Jahren 1950 bis 1990 und nach der Wende 1990

Fischereihafen




Ständige Ausstellung
Hochseefischerei 1950-1990

Societät Rostock maritim e.V.


Beachtenswerte Ereignisse in der Rostocker Hochseefischerei

Die Zusammenstellung erfolgte aus nachfolgenden Unterlagen:

  1. Betriebszeitung „Hochseefischer“
  2. Strobel, Hahlbeck „Hiev Up“
  3. B.Jenssen „Zur Entwicklung der ostdeutschen Fischwirtschaft nach 1945 bis in die
    Gegenwart“
  4. Aus eigenen Unterlagen und den anderen Büchern zur Rostocker Hochseefsicherei – Adler/ Kozian / Bonkewitz / Bäßler u.a.
  5. Unterlagen erarbeitet von Herrn Rüting Fracht- und Fischereihafen GmbH und Herrn Jeske, ehemaliger Hafendirektor in der Rostocker Hochseefischerei

 

Vorgeschichte: (lt.Zeittafel d.Ausstellung Societät)

1252 Rostock erhält das Fischereirecht

1586 Rostocker fischen vor Norwegen bis1600.

1886 Reederei F.A.Pust-Heringsfang in d.Nordsee

1887 Indienststellung Fischdampfer "Betty" mit 140 BRT durch Reederei Pust. Standort nachGeestermünde verlegt

1919 Rostocker Hochseefischerei AG gegründet

1921 obige Reederei liqidiert.

1925 Versuch - Heringsfischerei in der Norsee mit Fischübernahme. 1926 eingestellt

1938 lt.Strobel: von den in Deutschland angelandeten Fisch in Höhe von 686.240 t, wurden nur 2% im Gebiet von Mecklenburg-Vorpommern 11.830 t gefangen.

 


 

Die Haagener Konferenz 1936 und die Folgekonferenzen 1948 und 1949 schufen und festigten die völkerrechtlichen Grundlagen für die Ausübung der Hochseefischerei. Dort wurde die "Freiheit der Meere" proklamiert. Die Küstenstaaten hielten sich an den Hoheitsgrenzen zwischen 3-12 sm. Der Fischfang konnte nach den ausgesprochenen Grundsätzen frei auf dem gesamten Weltmeer bis zu diesen Demarkationslinien ausgeübt werden.

6.Mai 1949

 

1949 – 17. Nov.

 

Seefahrtsschule Wustrow nahm den Lehrbetrieb auf. Insgesamt für die Rostocker Hochseefischerei ausgebildet............

 

Rat der Stadt Rostock an VVB Fischwirtschaft Saßnitz: Vorschlag - Errichtung des Fischkombinates Rostock auf dem ehemaligen Heinkelgelände in Rostock Marienehe.

1949 – 7. Dez.  
Rat der Stadt Rostock stimmt der Gründung eines Fischkombinates in Rostock zu.
1950 - 19. Apr.  

Indienststellung der ersten vier Logger

  • ROS 101 „Heinrich Mann“
  • ROS 102 „Karl Marx“
  • ROS 103 „Friedrich Engels“
  • ROS 104 „Rosa Luxenburg“

auf einer Großveranstaltung in Saßnitz. Im Rahmen dieser Ver­anstaltung fand die Schiffstaufe statt. (Bis zum 01.10.1951 werden insgesamt 35 Logger in Dienst gestellt.)

1950


 

1950 – 19. Juni

 

An Land waren 44 Arbeitskräfte beschäftigt


 

 

ROS 101 und ROS 104 löschten ihren Fang in Rostock – Bramow.
Der 19. Juni 1950 gilt als Gründungs­tag des Hoch­seefischerei­stand­ortes Rostock.

1950 – 10. Dez.

 

Richtfest für die erste Fischhalle


 

 

1950  

Ges. Fang = 1119 t
Ostsee      = 240 t
Nordsee    = 879 t

100 Hochseefischer realisierten dieses Ergebnis

1951 - März  
Kleine Eisfabrik mit 50 t Stangeneis/Tag wird in Betrieb genommen. Standort: zwischen den Fischhallen am alten Hafen. Auch die Reparatur und Versorgung der Logger erfolgte vorerst von hier.
1951 – 01. Mai  
Erster Teilabschnitt des alten Hafens (Äußerer Teil) mit der vorderen Fischhalle wird in Betrieb ge nommen. Die Logger löschen kurz danach zum ersten Mal an der neuen Fischhalle.
1951 – Juni  
Erste Reisen in die Barentssee mit einem Fang von 408 t.
Ges. Fang 1951 = 8952 t. Ende Dez.1950 Loggerkapitän W.Knief fuhr als erster Kapitän der Rostocker Hochseefischerei in die Barentssee, 5 weitere Logger folgten
1951 – 1. Sept.   Eröffnung der Betriebsberufsschule (BBS)
1951   Erstes Seemannsheim f.Hochseefischer in der Kröpeliner Straße in Rostock
1952 – 01. Jan.  
Umbenennung des Namens: Von VEB Hochseefischerei Rostock- Bramow in VEB Fischkombinat Rostock
1952 – März   Grundsteinlegung für das Lehrlingswohnheim des FKR
1952 – 01. Juni  

Indienststellung der ersten 3 Trawler Typ I.

  • ROS 201 „Leipzig“
  • ROS 202 „Eisenhüttenstadt“
  • ROS 203 „Zwickau“

1953 werden 2 Trawler u. 1954 noch 1 Trawler übernommen.

1952 – 28. Juni

 

 

1952

 

Inbetriebnahme des zweiten Teils des Alten Hafens. Kailänge 1060 m, Tiefe des Hafenbeckens 6,5 m. Planung,Projektierung und Leitung erfolgte durch VEB Industriebau Stralsund. 500 000m3 Erdmassen mußten abgetragen werden. 3 Millionen m3 Erdmassen und Schlick wurden ausgehoben für das Hafenbecken und die Fahrrinne zum Hauptfahrwasser der Warnow.


Island erweitert die Territorialgewässer auf 50 sm.
1952 Ges.  
Ges. Fang = 15725 t. , Ostsee = 7592 t, Nordsee = 5451 t, Island = 126 t, Barentssee = 2557 t
1953   Fertigstellung der Fischmehlfabrik
1953   Eröffnung des neuen (zweiten) Seemannsheimes am Schröderplatz in Rostock
1953  
Ges. Fang = 20105 t, Ostsee = 5125 t, Nordsee = 9175 t, Norw.K. = 469 t, Island = 211 t, Bäreninsel = 1948 t, Barentssee = 3177 t,
1954   Bildung der VVB Hochseefischerei (Vereinigung Volkseigener Betriebe)
1954 – Mai  

Inbetriebnahme der 2. Eisfabrik (200t), Fertigstellung des Salzereihalle,
der Fred Wehrenbergsaales (Kulturhaus) und des Betriebs­ambulatoriums.

Kpt. Gerd Schulte landet mit seinem Trawler "Leipzig" mit 14 Fangreisen im Jahr 40 000 Korb, gleich 2000 t an

1954  
Ges. Fang = 21538 t, davon = Ostsee 3774 t, Nordsee = 9071 t, Norw.K. = 417 t, Island = 157 t, Bäreninsel = 7195 t, Barentssee = 924 t,
1955 – Mai   Indienststellung des ersten Trawlers Typ II ROS 211 „Leuna“. Bis zum Oktober 1956 wurden weitere 13 Trawler übernommen.
1955   Ges. Fang: 28639 t, Ostsee = 2991 t, Nordsee = 8965 t, Norw. K. = 286 t, Island = 1497 t, Bäreninsel = 11981 t, Barentssee = 2919 t
1956   Inbetriebnahme des Kühlhauses (5000 t) und der Böttcherei .
Aufbau einer Fieletierabteilung für Rundfisch
1956 –18. Juli   Indienststellung des Fischereihilfsschiffes „Robert Koch“
1956-01. Aug.  
Betriebspoliklinik übernimmt die medizinische Betreuung.
Logger ROS 105 „Karl Liebknecht“ wird an das IFH als Forschungsschiff übergeben.
1956  
Ges.Fang: 34393 t, Ostsee = 2974 t, Nordsee = 6210 t, Norw. K. = 947 t, Island = 1003 t, Bäreninsel = 21801 t, Barentssee = 1458 t
1957  
Ges. Fang: 48327 t, Ostsee = 7561 t, Nordsee = 11617 t, Norw. K. = 1218 t, Island = 976 t, Bäreninsel = 25504 t, Barentssee = 1451 t
1958 Frühjahr  
Kapitän Heinrich Krönke fischt mit dem dem Trawler ROS 219 „Dresden“ zum ersten Mal im im Gebiet Westgrönland. Trawler nehmen ebenfalls erstmalig die Fischerei auf Rotbarsch im Gebiet der Neufundland Bänke auf.
1958  
Ges. Fang: 45134 t, Ostsee = 6325 t, Nordsee = 15014 t, Norw. K. = 1787 t, Island = 1278 t, Bäreninsel = 15820 t, Barentssee = 459 t, Grönland = 996 t, Neufundland = 3163 t, Irische See = 292 t
1959  
Mit den Loggern wird die pelagische Zweischiff-Schleppnetzfischerei eingeführt
1959  
Haus der Hochseefischer (HdH)- es wird der 1.Bauabschnitt fertig­gestellt.
1959  
Forschungslogger „Karl Liebknecht“ macht erste Fischereisondierung vor NW-Afrika.
Trawler ROS 212 „Eisenach“ wird als Forschungsschiff an das IFH übergeben.
1959  
Ges. Fang: 42254 t, Ostsee = 5426 t, Nordsee = 15320 t, Norw. K. = 1643 t, Island = 577 t, Bäreninsel = 9991 t, Barentssee = 149 t, Grönland = 51 t, Neufundland = 8959 t, Irische See = 138 t

1960 31.03.  
Indienststellung des ersten Fang- und Verarbeitungs­schiffes ROS 301 „Bertolt Brecht“. Weitere 12 FVS werden bis 1966 in Dienst gestellt. Aufnahme der Frostfischproduktion auf See.
22.09.  
Indienststellung des ersten Transport- und Verarbeitungs­schiffes ROS 315 „Martin Andersen Nexö“
02.10.  
ROS 208 „Magdeburg beginnt mit der Frischfischübergabe an das Mutterschiff. Die Übergabe erfolgt in Schwimmsteerten.
01.12.  
Indienststellung des ersten Trawler Typ III „Brandenburg“. Bis zum 09.11.1961 werden weitere Seitentrawler übergeben.
1960  
Ges. Fang: 47048 t, Ostsee 3452 t, Nordsee 17539 t, Norw. K. 4585 t, Island 2969 t, Bäreninsel 6944 t, Barentssee -, Grönland - , Neufundland 11559 t, Irische See -

1961

 

Beginn der Aufbauarbeiten am Warnowkai, 1020 m. 5 Stck Portalkräne
Kühlhäuser, Werkstätten, Lagergebäude. Frostwarenumschlag 600 - 800 t pro Tag.

1961

 

 

Ges. Fang: 55951 t, Ostsee = 36 t, Nordsee = 22883 t, Norw. K. = 2832 t, Island = 718 t, Bäreninsel = 275 t, Barentssee - ,Grönland = 626 t, Neufundland = 28187 t, Irische See = 394 t

 

1961


1962

 

Einführung der pelagischen Tuckfischerei in der Loggerflotte


Flottillenfischerei in der Loggerflotte mit einem Küstenmotorschiff.



Erster Einsatz eines Fangleiters See in der Logger-Flotte (Kpt Walter Thieme)

Chile und Argentinien erweitern ihre Hoheitsgrenzen auf 200 sm.
    Aufnahme der Fischerei im Gebiet Labrador
1962   Zwischen der Sowjetunion, der DDR und der VR Polen wird ein Regierungsabkommen über die Zusammenarbeit in der Hochseefischerei in Warschau abgeschlossen. (1964 treten diesem Abkommen die VR Bulgarien, 1966 die SR Rumänien und 1979 Kuba bei)
1962  
Ges. Fang: 69734 t, Ostsee -, Nordsee 25408 t, Norw. K. 235 t, Island 1565 t, Bäreninsel 376 t, Barentssee 138 t, Grönland 25446 t, Neufundland 9459 t, Irische See 134 t, Labrador 6973 t

1962


1963

 

Erprobungen mit dem pelagischen Einspännernetz durch FVS


Eröffnung des Betriebskindergartens
Als „Verdiente Aktivisten“ ausgezeichnet: Kpt. H. Langhinrichs, Kpt. F. Beyer, Kpt. W. Holst, Kpt.H.Hartmann, Kpt. E. Schütt.
Logger „Karl Marx“ wird als Hilfsschiff an FKS übergeben.

1963  
Ges. Fang: 100257 t, Ostsee 25 t, Nordsee 25712 t, Norw. K. 75 t, Island 1184 t, Bäreninsel 397 t, Barentssee -, Grönland 32714 t, Neufundland -, Irische See -, Labrador 40150 t
1964   Im März gerät Trawler „Görlitz“ vor Westgrönland in schwere Eisnot. Mit Unterstützung des FVS „Erich Weinert“ wird das Schiff durch die Besatzung gerettet.
1964 Nov./ Dez.  

Beginn der Fischerei durch das FVS ROS 308 „Walter Dehmel“ Kpt.Horst Pagel im Gebiet Nordwestafrika.
Einsatz von Rüttelmaschinen in der Salzerei.
Beratung mit der Peenewerft über den Bau der Zubringertrawler.
Kapitäne, Schiffsoffiziere und Besatzungen diskutieren „Wer ist ein guter Kapitän?“

1964  
Ges. Fang: 121489 t, Ostsee 57 t, Nordsee 38026 t, Norw. K. 197 t, Island 1507 t, Bäreninsel 556 t, Barentssee -, Grönland 22000 t, Neufundland 636 t, Irische See -, Labrador 58086 t, NW.-Afrika 424 t
1964  

Einführung von Plastefässern für die Salzfisch- Produktion in der Loggerflotte
In Wismar läuft das TVS ROS 316 vom Stapel.
Einführung Vierlaschennetz.

1965  
Juli ROS 401 zukünftiger Zubringertrawler machte im Fischereihafen - Marienehe fest. Es war der erste Zubringertrawler einer neuen Serie von Fangschiffen.
Die Erprobung des Schiffes fand im Aug./Sept 1965 im Atlantik durch die Werft statt.
1965   Ges.Fang: 136025 t, Ostsee -, Nordsee 40358 t, Norw.K. –, Island 2710 t, Bäreninsel -, Barentssee -, Grönland 21744 t, Neufundland -, Irische See -, Labrador 71213 t, NW. – Afrika -
1966  

Übernahme und Indienststellung des ersten Zubringertrawlers ROS 401 „Artur Becker“. Fischereiaufnahme im NW.-Atlantik.

 

1966 Aug.   ROS 311 „Rudolf Leonhard“ überquert den Äquator und führt eine Erkundungsreise im Gebiet Südwest-Afrika durch.
    Warnowkai mit der Taklerei, dem Netzboden, den Ver­sorgungslägern und den Kühlhaus wird übernommen
    ROS 312 und ROS 313 erkunden die Georgesbank.
    FKR erhält 2 Frosttrawler, wegen der Hafenkapazität in Saßnitz.
1967 erhalten wir weitere 7 Frosttrawler
1968 reduziert sich der Bestand auf 8 Frosttrawler
1969 reduziert sich der Bestand auf 7 Frosttrawler, 1970 auf 6 , 1971 auf 2 und 1972 0 Frosttrawler.
    Einsatz der ersten, erweiterte Fangleitung See im NW- Atlantik. Zuvor nur Einzeleinsätze eines Fangleiters See.
    Erste DK – Übernahmen von SU – Tankern.
    IFH „Ernst Haeckel“ erkundet den Südatlantik.
1966  
Ges. Fang: 127273 t, Ostsee -, Nordsee 23674 t, Norw. K. 2347 t, Island 6133 t, Bäreninse -, Barentssee -, Grönland 11159 t, Neufundland -, Irische See -, Labrador 80377 t, Nordmeer 1031 t, Afrika 999 t, Georgesbank 1562 t
1967 10. März  
Indienststellung des Transport- und Verarbeitungs­schiffes ROS 316 „Junge Welt“.
1967 21.Apr.  
Indienststellung des Schwesterschiffes ROS 317 „Junge Garde“
1967 03.Juli  
Beginn der kommerziellen Fischerei auf der Georgesbank mit dem FVS ROS 310 „Peter Kast“
1967  

Ständige DK – Übernahmen von SU – Tankern lt. Vertrag mit der SU.
Verstärkter Einsatz im Fanggebiet NW-Afrika.
Erste Anlandungen von Industriefilet.
Das Fischkombinat Rostock ist mit 101 Schiffen die größte Fischfangreederei

Erprobungen der Fischerei mit der Ringwade werden in der Nordsee und im Nordmeer aufgenommen

1967  
Ges.Fang 187728 t, Ostsee 7349 t, Nordsee 1620 t, Norw.K. 261 t, Biskaya – Westkanal 5825 t, Island 9114 t, Nordmeer 479 t, Labrador 103589 t, Georgesbank 20921 t, Afrika 16666 t, Mischreisen 11989 t, Grönland 10116 t
1968 11.Sept.  

Einführung der Ringwadenfischerei mit 8 Loggern.

Indienststellung des ersten Kühl-und Transportschiffes ROS 318 „Breitling“

1968 08.März   Havarie ROS 317 „Junge Garde“ im Eis – Labrador
1968 Herbst   Frosttrawler ROS 502 „Sund“ erkundet Fangmöglich­keiten vor der argentinischen Küste.
Beginn der Aussonderung der Logger (11)
1968  
Ges.Fang: 196857 t, Ostsee 3350 t, Nordsee 1620 t, Norw.K. 73 t, Biskaya – Westkanal 2156 t, Island 6340 t, Nordmeer 3551 t, Labrador 73367 t, Georgesbank 71789 t, Afrika 4810 t, Mischreisen 770 t, Grönland 28545 t, Südamerika 47 t
1969 Sept.  

Inbetriebnahme des teilautomatisierten Betriebes zur Fischverarbeitung am alten Hafen in einer umgebauten Fischhalle.
Anfangs Halbfertigerzeugnisse – Sticks – danach Tiefgefrier­erzeug­nisse/ Haus­halts­packungen.
Weitere Aussonderung von 15 Loggern und 2 Trawler Vom Typ I.

1969  
Ges. Fang: 217247 t , Ostsee 4632 t, Nordsee 68 t, Norw.K. 800 t, Biskaya – Westkanal 2535 t, Island 8381 t, Nordmeer -, Labrador 62308 t, Georgesbank 102085 t, Afrika 3423 t, Mischreisen -, Grönland 15914 t, Südamerika -, Barentssee 12583 t, Irische See 566 t, Bäreninsel 3952 t
1970  

Auf Grund der Tendenzen der Überfischung der herkömmlichen Fang­gebiete – Bildung der Fischerei­organisationen.
Bildung der Wissenschaftlichen Einsatzzentrale in der Fangdirektion des FKR.

1970   Ges. Fang: 219327 t, Ostsee 4029 t, Nordsee 773 t, Norw.K. 33762 t, Biskaya – Westkanal 112 t, Island 26071 t, Nordmeer -, Labrador 30330 t, Georgesbank 57533 t, Afrika 26523 t, Mischreisen -, Grönland 1161 t, Südamerika -, Barentssee 39033 t, Irische see -, Bäreninsel -
1971  

Der seit 1954 selbständige Fischverarbeitungsbetrieb Rostock-Marienehe wird dem FKR zugeordnet. Kapazität ca. 4000 t Konserven 800 t Präserven
Indienststellung der KTS ROS 319 „Lütten Klein“ und ROS 320 „Evershagen“.
Die Rostocker Hochseefischerei erzielte 1971 mit 223664 t ihr höchstes Ergebnis.

Erste gute Erfolge mit dem Jagernetz durch Kpt.Walter Holst auf der "Walter Dehmel" Georgesbank erzielt. Fangtechniker des Betriebes leiteten die Erprobung.

1971  
Ges.Fang: 223664 t, Ostsee 3349 t, Norw.K. 21291 t, Neuschottland/Neuengl. 92732 t, Labrador 6232 t, Neufundland 27038 t, Island 5205 t, Ostgrönland 6260 t, Westgrönland 4722 t, Westbr.Gewässer 1188 t, NW-Afrika 32509 t, Nordsee 466 t, Norw.See 15169 t, Barentssee/Bäreninsel 7103 t
1972  
Das FVS ROS 307 „Peter Nell“ passiert den Panama­kanal und nimmt die Erprobung im NO-Pazifik auf. Als Leiter der Erprobung wurde Ing. Dieter Ringel von der Fangdirektion eingesetzt.
1972  
Ges. fang: 206644 t, Ostsee 4350 t, Norw.K. 9431 t, Neuschottland/Neuengl. 119031 t, Labrador 7826 t, Neufundland 28643 t, Island 6117 t, Ostgrönland 10383 t, Westgrönland 123 t, Westbr.Gewässer 1418 t, NW-Afrika 4560 t, Nordsee 66 t, Norw.See 12733 t, Barentssee/Bäreninsel 1963 t
1973   Beginn des Besatzungsaustausches mit der Besatung des FVS „Peter Nell“ über Havanna. Einsatz des Hilfsschiffes „Robert Koch“ als Besatzungs­transporter.
Am 12. Febr.übernahm eine Austauschbesatzung (ATB), unter Leitung von Kpt.H.Pagel, das FVS „Peter Nell“. Die „R.Koch“ brachte die Stamm­besatzung nach Havanna. Von Havanna ging es dann über Gander-Kanada nach per Flugzeug nach Berlin.
1973  
Ges.Fang: 214922 t, Ostsee 3807 t, Norw.K. 23102 t, Neuschottland-Neuengland 116028 t, Labrador 6353 t, Neufundland 28046 t, Island - Ostgrönland 14318 t, Westgrönland 2507 t, Westb.Gewässer 3538 t, NW-Afrika -, Nordsee 1202 t, Norw.See 10823 t, Barentssee/Bäreninsel 1680 t, Pazifik 3438 t
1973  

Beginn der Arbeit in internationalen Fischereiorgani­ sationen ICNAF und NEAFC. Die Rostocker Flotte übernimmt 33000 t Dieselkraftstoff von der SU-Flotte

In anderen Flotten gibt es in dieser Zeitperiode Versorgungsprobleme wegen der Ölkrise

Erste Fischereivertretung der DDR - Hochseefischerei in Kuba. Durch die Fangdirektion wurde Kpt. Soyka eingesetzt.

1974  
Ges.Fang: 201613 t, Ostsee 3375 t, Norw.K. 27905 t, Neuschottl./Neuengl. 92674 t, Labrador 16795 t, Neufundland 5429 t, Island 45 t, Ostgrönland 24668 t, Westgrönland 3031 t, Westb.Gewässer 5834 t, NW-Afrika -, Nordsee 1146 t, Norw.See 14911 t, Barentssee/Bäreninsel 4541 t, Pazifik 1261 t
1974   Intensivierung der Zusammenarbeit mit den sowj. Hochseefischern auf See und an Land als Antwort auf fischereipolitische Maßnahmen der Küstenstaaten.
    Erneuter Eisatz von FVS im Pazifik
    III.Seerechtskonferenz inCaracas: Sie kündigte schon an, dass die 200 sm-Wirtschaftszonen durch die Küstenstaaten sehr schnell eingeführt werden. Der exakte Zeitpunkt blieb offen.
   

Durch die Fangdirektion wird Kpt. Horst Dieter Seffner in Havanna als Fischereivertreter eingesetzt. Kpt. Soyka schied auf eigenen Wunsch aus und ging in die Flotte zurück. Doch nach kurzer Zeit erfolgte der Einsatz von Kpt Kindermann als Fischereivertreter in Havanna. Kpt Seffner ging als Kapitän zurück und wurde mit der "Robert Koch" in den Pazifik beordert.

 

1975   Ges.Fang: 193582 t, Ostsee 4263 t, Norw.K. 15494 t, Neuschottl./Neuengl. 72136 t, Labrador 23133 t, Neufundland 31 t, Island 1 t, Ostgrönland 24615 t, Westgrönland 368 t, Westb.Gewässer 13328 t, NW-Afrika -, Nordsee 1710 t, Norw.See 1o778 t, Barentssee/Bäreninsel15552 t, Pazifik 12145 t, Keine Zuordnung 28 t

 

 

Noch vor der III. Seerechtskonferenz erweitert Island die Hoheits­grenzen auf 200 sm. Die einseitige Entscheidung führte zu dem berühmten Kabeljaukrieg mit den EU-Ländern.

Das Volk von Angola erreicht seine Unabhängigkeit. Nun ergeben sich für den Besatzungsaustausch auch in diesem Gebiet neue Möglichkeiten für die Rostocker Flotte und schaffen gute Voraussetzungen für die Fischerei im Gebiet Namibia.

Verstärkter Einsatz von FVS im Pazifik

    TVS ROS 315 stillgelegt und 1976 verkauft.

Die "J.R.Becher" mit Kpt. Hoppe und Biologen wurde in das Gebiet Angola beordert. Gemeinsam mit den dortigen Wissenschaftlern sollte das Gebiet nach Fangmöglichkeiten untersucht werden. Nur zwei Gebiete wurde gefunden, auf denen kein Flotteneinsatz möglich war. Den Angolaner wurde der Ausbau der Küsten- und Strandfischerei empfohlen.

Erneuter Wechsel in der Fischereivertretung in Havanna. Es kam erneut Kpt.Seffner zum Einsatz. Kpt. Kindermann ging in die Flotte zurück.

 

1976   Im Pazifik wurde das höchste Fangergebnis erzielt (27.400t)
    Indienststellung des 1.Supertrawlers ROS 331
"Ludwig Turek". Bis 1982 werden 8 Fischereifahr-
zeuge dieser modernsten Serie in Dienst gestellt.
Das Schiff wurde von Kapitän Hubert Kollek ge-
führt.
ROS 332 "Kurt Barthel"
ROS 333 "Ehm Welk"
ROS 334 "Eduard Claudius"
ROS 335 "Arnold Zweig"
ROS 336 "Hans Marchwitza"
ROS 337 "Ludwig Renn"
ROS 338 "Bruno Apitz"
   
Unterzeichnung des Abkommens mit der Volksrepublik Mosambik über die Zusammenarbeit im Fischereiwesen.
   

Ges.Fang: 167.400 t, FME 132.000 t, Ostsee 4.800 t, Nordsee 1.700 t, Norw.See 12.100 t, Kopytow Bank 19.600 t, Bäreninsel/Spitzbergen 11.200 t, Barentssee400 t, Island -, Nordmeer 1.200 t, Irland/Engl.Kanal 11.600 t, Ostgrönland -, Westgrönland 400 t, Kanada 18.200 t, USA-Schelf 48.700 t,S-Atlantik -, NW-Afrika 5.200 t, SW-Afrika 4.900 t, VR-Mosambik -, Indik 27.400t.

 

1977  

200 sm-Wirtschaftszonen

Am 1.Januar 1977 deklarierten fast alle Küstenstaaten ihre exklusive Fischereizone. Es waren Kanada, Grönland. die Europäische Gemeinschaft (9Mitgliedsstaaten). Es wurde das sogenannte EG- Meer im Nordatlantik unter Einbeziehung der Nordsee geschaffen. Im März erweiterten auch die USA ihre Wirtschaftszone.

Die Freiheit der Meere wurde mit diesen Proklamationen hinsichtlich der Fischerei ein Ende gesetzt. Alle Küstenstaaten folgten diesen Beispielen.

Lt.Hartung und Holm in:Zur Entwicklung der ostdeutschen Fischwirtschaft nach 1945 bis in die Gegenwart, sagten die Angaben der FAÖ von 1981 aus, dass sich 99% der bekannten und ausgebeuteten lebenden Meeresressourcen nun unter Kontrolle der Küstenstaaten befanden. Andere Einschätzungen besagten, dass 80-90& des gesamten Meeresfischereiertrages in die Jurisdiktion der Küstenstaaten übergegangen waren.

Die DDR Hochseefischerei verlor durch diese Entwicklung in ihren traditionell befischten Fanggebieten - dem Nordatlantik, dem NW-Atlantik (USA,Kanada,Grönland), dem Nordmeer und vor Afrika ihre Fangmöglichkeiten.

Lt. Hartung und Holm realisierte die Rostocker Hochseefischerei in den Jahren 1973-1976 in den oben genannten Fanggebieten Fangerträge von 300.000 t pro Jahr. Dagegen gab es 1987 nur noch Fangquoten von 67.000 t außerhalb der Ostsee.

Die durch die 200 sm Zonen verlorengegangenen Erträge kann mann aus den Fangergebnissen der einzelnen Jahre erkennen. Beachten sollte wir, dass durch die einzelnen Regulierungsmassnahmen, die im Zusammenhang mit der Quotenvergabe standen, weitere Verluste auftraten.

   

Es wurden Fischereiabkommen mit Kanada,Norwegen,Schweden,Mosambik abgeschlossen.

Die DDR wurde ordentliches Mitglied in den internationalen Fischereiorganisationen:

1.Ostseefischereikommission ( IBSFC ) Sitz Warschau

2.Nordostatlantik-Fischereikommission ( NEAFC ) Sitz London

3.Nordwestatlantik-Fischereikommission ( ICNAF ) später (NAFO) Sitz Halifax

4.Südostatlantik-Fischereikommission ( ICSEAF 9 Sitz Madrid

5. Antarktisfischereikommission ( CCAMLR ) Sitz Hobart/Australien

die DDR wurde aktives Mitglied im Internationalen Rat für Meeresforschung ( ICES ) Sitz Kopenhagen

 

   

ROS 311 "Rudolf Leonhard" unter Führung von Kpt.Wolfgang Wenzel durchfährt den Suezkanal und fischt 2 Reisen im Indik vor der Küste Jemens.

Im Pazifik wurden die Fangaktivitäten eingestellt.

Das FVS "Bernhard Kellermann", unter Führung von Klaus Worgall befindet sich zur Erkundung und der möglichen Nutzung der Krillvorkommen in die Antarktis. Einsatz weiterer Fangeinheiten in diesem Gebiet.

Delegation der VVB Hochseefischerei unter Leitung des Fangdirektors Kpt.Kröger in Mosambik. Verhandlungen mit dem Staatssekretariat zur Umsetzung des abgeschlossenen Abkommens.

Im September wird der erste Frosttrawler SAS 404 "Kattegat" in Mosambik eingesetzt. Der Einsatz diente der Fisch- und Garnelenerkundugung. Mit an Bord der Biologe Dr. Peter Ernst.

In Kuba wird durch Kpt. Seffner und dem Fangleiter Kpt Draht die Fischereivertretung aufgelöst. (Grund, Reduzierung des Schiffseinsatzes im NW-Atlantik und USA - Schelf)

   

Das Fischtaschgeschäft als Vorstufe des Fischkaufes wird mit der schwedischen Firma Joint Trawlers aufgenommen. Aus dem Gebiet Mauretanien werden Schildmakrelen gegen Hering und Makrelen aus der Übernahme von ausländischen Fängern in Ullapool getauscht.

Schiffsaussonderung: Trawler Typ I - 4 Schiffe, Trawler Typ II - 6 Schiffe

Indienststellung:2 Suppertrawler

Indienststellungen: 3 Supertrawler

    Ges.Fang: 91.000 t, Ostsee 9.800 t, Nordsee 1.800 t, Norw. See 10.800 t, Kopytowbank 11.800 t, Bäreninsel/Spitzbergen 7.300 t, Barentssee -, Island -, Nordmeer 1.100 t, Irland/Engl.Kanal 500 t,Ostgrönland -, Westgrönland 600 t, Kanada 9.600 t, USA-Schelf 8.100 t, Süd-Atlantik 1.500 t, NW-Afrika 18.700 t, SW-Afrika 8.800 t, Mosambik -, Pazifik -, Indik 600 t.

 


 

 

1978

 

 

Das Fischtausgeschäft wird verstärkt angekurbelt. Handelagenturen der DDR werden einbezogen. "Über die Seite" werden in diesem Jahr bereits 32.800 t übernommen.

Es werden Kommerzielle Parnerschaften geschlossen, um Fangmöglichkeiten zu erschließen. Z.B.Die Zusammenarbeit mit der schwedischen Firma Joint Trawlers. Die kommerzielle Zusammenarbeit wird erhöht.

Durch wirksamwerdende fischereipolitische Maßnahmen sank der Warenfonds der DDR von 1975 mit 135.700 t auf 109.600 t im Jahr 1978.( Lt. Hartung und Holm)

Durch die Regierung der DDR wurden Festlegungen zur weiteren Entwicklung der Hochseefischerei getroffen:
Die Regierung erklärte, dass die Hochseefischerei weiter betrieben wird und mit modernen Schiffseinheiten verstärkt werden soll.

Weitere Schwerpunkte:

  • Nutzung der Fischereiressourcen in der eigenen Fischereizone
  • Erschließung und Nutzung von Fischereiressourcen außerhalb der 200 sm
    Zonen -in den freien Gewässern.
  • Erhöhung des Forschungsgrades in noch freien Gewässern sowie die aktive Mitarbeit in den relevanten Fischereiorganisationen.
  • Nutzung der Fangquoten aus Abkommen

Es wurde festgelegt, dass die kommerzielle Zusammenarbeit zu erhöhen ist.

Desweiteren wurde beschlossen, dass spezifische außenwirtschaftliche Lösungen für die Aufrechterhaltung der Hochseefischerei und damit zur Sicherung der Versorgungsaufgaben mit Fisch und Fischwaren zu erarbeiten sind. Weitere Entscheidungen wurden für den August 1979 fallen.

 

1978  

Verstärkter Einsatz der Rostocker Flotte im Südatlantik. Fang/Verarbeitungsmenge 8.500t.

"Elvira Eisenschneider" unter Führung von Kpt. Rainer Lottenburger legte an der Eiskante von King George an und übernahm einen polnischen Wissenschaftler einer Expedition.

Einsatz der TVS-Flotte im Gebiet NW-Afrika auf Schildmakrele und Thunmakrele.

Einsatz des Frosttrawlers "Malangen" zum Garnelenfang in Mosambik.( Kapitän Günther Ullrich)

Im Dez. wurde in Maputo unsere Fischereivertretung eingerichtet. Fischereivertreter war Kpt. Horst Dieter Seffner.

Indienststellung der KTS "Lichtenhagen"

Vorbereitung der Schiffe ROS 306, 309, 310, 311, 313, 332, 333 auf eine Seeeinsatz über 2 Jahre.

Im Frühjahr 1978 wurde mit Mosambik ein Abkommen über die Lizenzfischerei auf Tiefseegarnelen abgeschlossen. Die Verhandlungen fanden in Rostock im ehemaligen Warnowhotel statt.

Bildung einer Fischereivertretung in Maputo. Am 01. Dezember 1978 nahmen Kpt Seffner und Suhr die Arbeit auf.

Erster Besatzungsaustausch von Mosambik nach Berlin. Die Frosttrawlerbesatzung der "Malangen wurde abgelöst von einer Austauschbesatzung unter Leitung von Kpt.Rainer Lehfold.

    Ges.Fang: Ostsee 5.800t, Nordsee 1.600 t, Norw.See 7.900 t, Kapytow Bank 14.600 t, Bäreninsel/Spitzbergen 2.100 t, Barentssee -, Island -, Nordmeer 1.700 t, Fischkauf Irland/Engl.Kanal 25.300 t, Ostgrönland -, Westgrönland -, Kanada 7.400 t, USA-Schelf 10.200 t, Süd-Atlantik 8.500 t, NW-Afrika 32.500 t, SW-Afrika 200 t, VR-Mosambik -, Pazifik -, Indik 900 t.

 

1979

 

 

Bildung des VEB Fischkombinat Rostock

In Rostock und Saßnitz werden die Kombinate umgewandelt in: VEB Fischfang Rostock Und VEB Fischfang Saßnitz.

 

Supertrawler "Kurt Barthel" untersucht im Süd-Atlantik die Krillvorkommen.

     
    Supertrawler "Eduard Claudius", Kpt.Peter Schmidt und der Z-Trawler "Rudi Arndt" , Kpt. Jürgen Peters, werden durch die Fangdirektion im Südost-Pazifik zur Erkundung der Fangvorkommen eingesetzt. (Fang großer Schildmakrelen)
     
   

4 Supertrawler werden im Gebiet NW-Afrika eingesetzt.(Mauretanien)

Aus den Gebieten NW und SW-Afrika sollen 39% des Fischaufkommens realisiert werden.

     
    Der Besatzungsaustausch über Luanda wird aufgenommen.
     
   

Flottille "Junge Garde" (Mutterschiff und Zubringertrawler) werden im Nordmeer auf Blauen Wittling eingesetzt. Es erfolgt ebenfalls ein Einsatz auf Rotbarsch in der 200 sm Zone Norwegens zur Abfischung der erhaltenen Quote. (sie war klein)

Es wurde auch Rotbarsch vmk produziert (Kleine Ware) Sie wurde exportiert.

     
    "F.C.Weisskopf wird durch die Fangdirektion im Gebiet Mosambik beordert zur Entwicklung eines markfähigen garnelenproduktes. Verantwortlich Ing. Joachim Bartel.
    Zubringertrawler "Philipp Müller nimmt im Gebiet Mosambik bei den Frosttrawlern die Garnelenfischerei auf. Übergabe des Fanges an die Frosttrawler in Fässern.
    Beginn des Umbaues der Z-Trawler zu Garnelenfänger Erstes Schiff "Herbert Baum".
     
   

Forschungsschiff "Ernst Haeckel" unter Leitung von Kpt. Stassewski nimmt die Forschung im Gebiet Mosambik auf. Forschungsleiter Dr.Peter Ernst.

Frostrawler "Kattegat" ist wieder in der Fischerei vor Mosambik.

     
    Nach 1977, also 1978/1979 und auch danach, stieg die Fangplatzentfernung auf über 4.000 sm an. Der Aufwand im Fischfang stieg um durchschnittl. 25-30% des Fangwertes.
     
    Sortimente im Südatlantik: Bändereisfisch,Notothenia, schw. u. grauer Eisfisch, Marmorfisch.
     
   

Ges.Fang: 156.394 t, davon 33.500 t Fischkauf

Die vorliegenden Ergebnisse sind widersprüchlich. sie müssen korrigiert werden. ( Infos. sind gefragt)

Positionsmeldung Dez.1979: Saharaküste ROS 331,332, 333, 335, 321 und 225. Namibia ROS 304, 306 und 310. Ostsee ROS 104, 127 und 130. Norw.Küste ROS 222. Labrador ROS 414 und 308. Mosambik ROS 419. Westl.Nordmeer ROS 317, 401, 403, 404, 407, 411, 415 und "R.Koch". NW-Küste Schottland-Fischkauf ROS 312 und 313.

 

 

1980  

Garnelentrawler "Herbert Baum" nimmt am 01.Mai die Fischerei auf im Gebiet Mosambik. Der Ausleger fehlt noch, aber die Bearbeitungstechnologie ist installiert.

     
    Der Außenhandelbetrieb "Fischimpex wurde gebildet. Als Generaldirektor wurde der Dipl.-Ing. Fritz Hartung eingesetzt.
     
    Zubringertrawler "Rudi Arndt" umrundet Kap Hoorn.
     
    Am 23.Febr. erreicht der Zubringertrawler "Werner Kube" die südlichste Position eines Schiffes der Rostocker Hochseefischerei.( 68 Grad,12 Minuten Süd)
     
    Die Fangergebnisse der Supertrawler "Eduard Claudius, Kpt Otto und "Arnold Zweig", Kpt...im Südatlantik sind sehr gut.
    30 Jahrs VEB Fischfang Rostock, wir realisierten zu diesem Zeitpunkt 63 % des Fischfanges im Fischkombinat Rostock
    Außerdienststellung:2Logger, 1 FVS Typ I
    Ges.Fang: 170.268 t, Fischkauf 30.000 t. Die exkten Ergebnisse liegen nicht vor. Sie müssen Korrigiert werden. (Infos. erwünscht.
   

 

1981  

Umbau bzw.Fertigstellung der Garnelentrawler

"Herbert Baum" Kpt.Heinrich Schwarz

"Heinz Kapelle" Kpt.Jürgen Peters

"Bruno Tesch" Kpt. Diethart Ronft

"Karl Wolf" Kpt.Klaus Müller

   

Bildung einer gemischten Gesellschaft nach marokkanischem Recht mit der DDR "Pimarda".(Ende des Jahres) DDR Gesellschafter waren: "Fischimpex" Außenhandelsbetrieb der VVB Hochseefischerei und die Firma Wischnewski Berlin .

Verkauf von 4 Frostrawler an die Gemischte gesellschaft.

ROS 612 "Kattegat"="Al Mouna", ROS 613 "Malangen" = "El Amal", Ros 607 "Orkney" = "Doukkala", ROS 606 "Nordsee" = "Zegota"

    Außerdienststellung:2 Trawler Typ III, 2 Z-Trawler, 1 FVS Typ I
   

Ges.Fang: vorliegende Ergebnisse sind nicht exakt, Eigenfang 137.982 t Fischkauf 42.200 t, Ges.Verarb.180.182t

Korrektur notwendig

1982  

Außerdienststeluung:1 Trawler Typ III,

Indienststellung: 2 Suppertrawler

     
    Eigenfang 138.708 t, Fischkauf 45.500 t, Verarb.184.208 t - Korrektur notwendig
1983   ROS 307 "Peter Nell" beginnt mit der Kalmarfischerei im Südatlantik
   

Außerdienststellung:1 Trawler Typ III, 3 Z-Trawler, 1FVS Typ I

 

    Forderungen von Seiter Mosambik zur Erhöhung der Aktivitäten durch die DDR Hochseefischerei
   

Eigenfang:132.300t, Fischkauf: 32.300t Gesamt Verarb.:164.600 t - Korrektur notwendig

     
1984   Es wurde ein Fischereiabkommen mit der UdSSR und Maretanien geschlossen.
     
    Verstärkte Fischerei in der Antarktis-Süd-Atlantk durch unsere Flotte, auch mit TVS und Z-Trawler
     
    Der VEB Fischfang Rostock wird Stammbetrieb des VEB Fischkombinates Rostock
     
   

Anlauf des Beiraprojektes mit 4 Saßnitzer Kutter für den Fischfang und zur Versorgung der Bevölkerung. Leiter des kl. Unternehmens Kpt Seffner.

Kutter: SAS 298 "Zwergwal" Kpt. Horst Müller,SAS 303 "Seewolf" Kpt.Wolfgang Lorenz, SAS 305 "Sattelrobbe" Kpt.Volker Ziegner, SAS 318 "Sägehai" Kpt.Horst Wendt

    Schiffsübernahme: 10 Frosttrawler und "Stubnitz" - "Granitz"vom VEB Fischfang Saßnitz,
   

Eigenfang:141.100 t, Fischkauf: 75.000 t, Verarb.: 216.100 t

     
1985   Keine Aussonderungen und keine Schiffszuführungen
    Beira: Fang der 4 Kutter 2600 t
   

Eigenfang:111.000 t, Fischkauf: 75.700 t, Verarb.: 186.700 t.

     
1986   Indienststellung: Gefriertrawler "Fritz Dettmann" und "Heinz Daduna" insgesamt eine Serie von 7 Gefriertrawlern
     
    Nachdem Kpt. Petzold und Ing.Joachim Barthel die Nachfolge von Kpt. Seffner als Fischereivertreter in Maputo angetreten hatten, übernimmt Ing. Heinz Noack die Fischereivertretung
     
    Indienststellung des KTS "Reutershagen"und 2 Gefriertrawler
     
   

Eigenfang: 122.500 t, Fischkauf: 74.400 t, Verarb.: 196.900 t

     
1987   Im Dezember diesen Jahres rettet die Besatzung des Supertrawlers "Ludwig Renn" unter Leitung von Kpt.Dietmar meißner die besatzung des Container Schiffes "Island Queen aus Seenot.
     
   

Außerdienststellung: 10 Z-Trawler

Indienststellung 5 Gefriertrawler

     
   

Ges.Fang: Eigenfang:111.200 t, Fischkauf:76.500 t Verarb.: 187.700 t

     
1988   Außerdienststellung: 1 Z-Trawler
     
   

Ges.Fang: Eigenfang:93.000 t,Fischkauf: 81.900 t, Verarb.: 174.900 t

1989   Außerdienststellung 2 FROSTTRAWLER
     
    Im Rahmen der Fischereiabkommen und der Erteilung von Fangmöglichkeiten in den Gebieten der Küstenstaaten mussten Fischimorte getätigt werden.Fast konstand 3.800 t Salzhering Kanada und aus Norwegen, 3.500 t Frostfisch und 2000 t Salzhering.
    Außerdienststellung: 2 Frosttrawler
   

Ges.Fang: Eigenfang: 92.900 t, Fischkauf: 79.600 t Verarb.: 172.500 t

     
1990   Die Supertrawler "Hans Marchwitza" und "Ludwig Renn" holen zum letzten mal aus Rostocker Fischereifahrzeuge im Gebiet Mauretanien ihre Netze ein.
    Im Frühjahr wird die Kalmarfischerei der Rostocker Hochseefischerei im Süd-Atlantik eingestellt.
     
    Die Garnelenfischerei under Kuttereinsatz in Beira werden eingestellt.
     
    März und Juni: Beratung der gemischten Fachgruppen aus der Fischwirtschaft der beiden deutschen Staaten in Rostock und Cuxhafen.
     
    Juli:DerVEB Fischfang Rostock wird privatisiert und in 5 GmbH entflochten.
     
    Der VEB Fischkombinat wird in die Deutsche Fischwirtschafts AG umgewandelt
     
    August:Die "Ostsee Fisch GmbH wird gegründet.
     
02.08.1990   Nov.: Die Rostocker Fischfang GmbH wird gegründet

 


30.09.92 Entwicklung Rostocker Fischereihafen zum Gewerbegebiet und Umschlagshandelstandort wurde wurde mit dem Kauf-und Übernahmevertrag zwischen der Treuhandanstalt, der Deutschen Fischwirtschaft AG und der Hansestadt Rostock der erste Schritt eingeleitet. Herbst 1992 Die Hansestadt Rostock erwirbt durch Kauf von der Treuhandanstalt Geschäftsanteile an den Rostocker Fischereihafen.

1993 Beginn der Großinvestion in die Infastruktur des Rostocker Fischereihafens - realisiert mit einem Gesamtumfang über 30 Mio. DM


1993, April Privatisierung der Mecklenburger Hochseefischerei GmbH mit folgenden Anteileignern: 60 % Islander, 25,1 % Land Mecklenburg-Vorpommern, 14,9 % Hansestadt Rostock

1994 Beginn der Umstrukturierung der Warnowkai. In 6 Bauabschnitten investiert die Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH etwa 15,6 Mio DM mit Hilfe der EU, des Bundes und des landes in moderne, den heutigen Anforderungen entsprechende Kaianlagen.

1995 Umbau der Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH. Das Gelände wird in einem Gewerbepark umgestaltet.Inbetriebnahme der Straße "Am Fischereihafen" mit Fußgängerbrücke.

1996 Neubau der Hauptverkehrsader des Gewerbeparktes-Straße "Zum Kühlhaus".

23. April 1996 Nachtrag zum Kauf- Übernahmevertrag zwischen obigen Beteiligten über eine Teilentschuldung.

25. März 1996 Genehmigung des Kauf- Übernahmevertrages durch die Kommunalaufsicht Mecklenburg-Vorpommern.

30. Oktober 1997 Trennung von kommunalverfassungskonformen Wirtschaftsaktivitäten wie Privatisierung des Geschäftsbereiches Fischereiervice und Schiffsreparaturen. Beginn der Tätigkeit der neu gegründeten Gesellschaft SF Schiffsreparatur und Fischereiservice GmbH. (63 Arbeitnehmer und 8 Auszubildenden.

1997 Anschaffung eines LIEBHERR - Mobilkranes und Sanierung des Verwaltungsgebäudes der Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH.

1998 1. Hauptschwerpunkt des Investitionskomplexes- Alter Hafen-

1999 Komplette Modernisierung des Hafenkühlhauses nach EU-Norm und HACCP zertifiziert.

2000 Abschluß der 2.Ausbaustufe des AFZ Ausbildungs-und Fortbildungszentrum Schifffahrt und Hafen GmbH. Vertiefung des -"Alten Hafenbeckens"- zur Schaffung von Liegeplätzen für Hochseefischereifahrzeuge.

 

   

 

2003 Auflösung SF Schiffsreparaturen und Fischereiservice

2003 94 % der geschäftsanteile der hansestadt Rostock wurden auf die RVV Rostocker Versorgungs- und Verkehrsholding GmbH übertragen.


Beachtenswerte Ereignisse aus der Entwicklung der Rostocker Hochseefischerei

1960

1978

1991

Letztes Update: 01.01.1970, 01:00 Uhr
Günther Kröger - 2008