Impressum|Kontakt|Sitemap


Arbeitskreis


60 Jahre
Fischwirtschaft
in Rostock Marienehe



Bilder vom Fischereihafen aus den Jahren 1950 bis 1990 und nach der Wende 1990

Fischereihafen




Ständige Ausstellung
Hochseefischerei 1950-1990

Societät Rostock maritim e.V.


Nordsee

Kartenmaterial aus dem Fischereiatlas des ehemaligen Institutes für Hochseefischerei des VEB FIKO Rostock

Fanggründe der Nordsee

 

Erläuterungen zur Fischerei in der Nordsee

Die Nordsee war in den Jahren von 1951 bis ca 1967 für die Rostocker Hochseefischerei insbesondere für die Logger-und Trawlerbesatzungen sowie der Frosttrawler eines der bedeutensten Fanggebiete. (Typ II nur bis 1960)

Erinnern wir uns, es waren vor allem drei bedeutende Heringsgruppen, die für uns wichtig waren. Sie wurden hinsichtlich des Laichens, der Wanderwege und des Wachstums unterschieden.

1. Spätwinterlaicher a.)Atlanto-skandischer Hering und b.) Firth of Forth Hering

2. Frühjahrslaicher a.) Friesicher Küstenhering

3. Sommerlaicher a.) Bankhering b.)Downshering

Spätwinterlaicher: Der Atlanto-skandische Hering war nur in den Wintermonaten in der nördlichen Nordsee anzutreffen. Er ist auch als norwegisch-isländischer Hering bekannt. Wir haben eine der Populationen mit der Ringwade in einem Jahr im Nordatlantik NO von Jan Mayen befischt und eine andere im Januar und Februar bei Svinöy. Im April wanderte er bereits wieder in die Norwegische See.

Der Firth of Forth Hering spielte beim Fischkauf eine gewisse Rolle. Er hält sich in der nördlichen Nordsee auf. Spielte aber für die eigene Fischerei keine große Rolle.

Frühjahrslaicher: Spielte für unsere Fischerei keine Rolle. In den ersten Jahren haben in die Saßnitzer Fischer westl. der dän. Küste gefangen. Ob dieser Hering zu dieser Gruppe gehörte war nicht sicher. Er gehörte eher zu den Heringen aus dem Kattegat oder dem heranwachsenden Bankhering und auch Downshering

Sommerlaicher: Bankhering

Er ist die größte Heringsgruppe der Nordsee und fast in der ganzen Nordsee anzu treffen. Wir haben ihn gefangen in der nordwestlichen Nordsee (Südl. Shetlands u.Fair-Bank), in der westlichen Nordsee (Turbot-Bank, Aberdeen-Bank, Berwick-Bank, NO-Bänke, auf d. Bänken vor Whitby und Flamborough und an der Nord-, West- und Südkante der Doggerbank.

Die Brut des Bankherings wird mit der Strömung in die östl. Nordsee getrieben und wächst hier heran. Der zweijährige Hering wurde von uns im Skagerrak und an der Ostkante gefangen. Im April/Mai zieht er zu den Nahrungsplätzen in die mittlere und westliche Nordsee. Der dreijährige Hering wurde dann als Vorlaichkonzentration auf dem Fladengrund und der Durch-Bank gefangen.

Downshering: Es ist die zweitgrößte Heringsgruppe der mittleren und südlichen Nordsee bis hin in den östl. Teil des Ärmelkanals.

Er laicht und wurde auch von den Loggern befischt auf den Downs im Kanaleingang. Die Fischerei in den Anfangsjahren war von November bis Januar bis zum Abklingen der Laichzeit.

Die Brut wurde mit der Strömung längs der holländischen, friesichen bis zur Jütlandküste getrieben. Sie vermischte sich auch mit der Brut des Doggerbank Herings.

In den Wintermonaten, wenn nicht mit den Loggern in der Ostsee gefischt wurde, arbeiteten wir meistens an der ostkante und fischen dort Hering und Makrele.

Bis fast Ende der 50er Jahre wurde der Hering in der Nordsee mit dem Grundschleppnetz und dem Treibnetz gefangen. Hatten wir am Tage eine gute Fischerei, so ließ diese zum Abendnach und es wurde meistens getrieben und verarbeitet. Oft kam es vor, dass man den Hering damals an der Oberfläche wahrnahm und manchmal holten wir mit dem Käscher Hering aus dem Wasser.

Mit der pelagischen Fischerei Ende der 50er Jahre konnte man den vertikalen Tageswanderungen des herings folgen und hatte auch während der nacht eine gute Fischerei.

Bekannt lich nahmen aber in den 60er Jahren die Bestände drastisch ab und durch die Fischereikommission wurde der Fang so gar ganz verboten.

Im Herbst und in den Wintermonaten wurde an der Ostkante, also südwestl. von Norwegen Makrele und Seelachs gefangen.



Hacker und Wrackpositionen waren in allen Fischereikarten durch die Kapitäne eingetragen. Man musste sie schon beachten, wollte man ein heiles Geschirr mit Netz behalten. Nachfolgende Positionen wurden mir von Kapitän Horst Graßnickel übergeben.

(4 Aufstellungen mit den Positionen)

Wrackpositionen Fam — Deep

55° 16,O‘ N 1° 03‘ W
55° 18,0‘ N 1° 08‘ W
55° 12,O‘ N 1° 00‘ W
550 23,0‘ N 0° 41' W
550 29,0‘ N 0° 55‘ W
550 28,0‘ N 0° 50‘ W
55° 24,5‘ N 1° 06‘ W
55° 32,0‘ N 0° 59‘ W
55° 30,O‘ N 1° 00‘ W
55° 10,O‘ N 0° 58‘ W
55° 29,O' N 0° 10‘ W
55° 26,5‘ N 0° 56‘ W
55° 21,O‘ N 1° 06‘ W
55° 16,5‘ N 0° 23‘ E
55° 08,5‘ N 0° 9' W
55° 13,5‘ N 0° 18‘ W
55° 17,5‘ N 0° 12‘ W
55° 07,0‘ N 0° 10‘ W
55° 17,O‘ N 1° 03‘ W
55° 21,O‘ N 1° 02‘ W
55° 21,O‘ N 0° 41‘ W
55° 23,0‘ N 0° 52‘ W
55° 25,0‘ N 0° 44' W
55° 28,0‘ N 0° 34‘ W
55° 25,0‘ N 1° 05‘ W
55° 30,0‘ N 0° 19‘ W
55° 17,O‘ N 1° 13‘ W

Wrack — bzw. Hackerpositionen Süd!. Nordsee ( südlich 57° N)

56° 30‘ N 1° 45‘ E
56° 19‘ N 0° 53‘ E
55° 38,5‘ N 0° 47‘ E
55° 33,0‘ N 0° 29‘ E
55° 29,0‘ N 0° 41‘ W
55° 27,0‘ N 0° 56‘ W
55° 28,0‘ N 0° 51‘ W
55° 25,0‘ N 1° 02‘ W
55° 22,5‘ N 1° 03‘ W
55 °20,O‘ N 1° 56‘ W
55° 19,0‘ N 1° 35' W
55° 19,0‘ N 1° 03' W
55° 17.0‘ N 1° 10' W
55° 11,5‘ N 1° 11' W
55° 02,0‘ N 1° 08‘ W
55° 00,0‘ N 0° 58‘ W
54° 12,0‘ N 1° 45‘ E
53° 58,0‘ N 2° 46‘ E
53° 45,0‘ N 1° 38‘ E
55° 11,O‘ N 1° 04‘ W
55° 27,0‘ N 0° 57' W
55° 24,0‘ N 1° 02‘ W
55° 02,5‘ N 0° 15,5‘E
55° 21,0‘ N 0° 22‘ E
55° 09,0‘ N 0° 27‘ W
55° 15,5‘ N 0° 17‘ W
55° 18,0‘ N 0° 40‘ W
55° 25,5‘ N 0° 43' W

Wrack — bzw. Hackerpositionen Nordsee ( Muckle Flugga)

LEC = 54 Punkte T= 193m
LEC = 00 Punkte T = 185 m
LEC = 4 Striche T= 196m
LEC = 5 Striche T = 205 m
LEC = 20 Striche T=211 m
LEC = 24 Striche T = 226 m
LEC = 25 Striche T=211 m
LEC = Consol — Funkfeuer Stavanger Nordsee ( Ostkante)

58° 17,0‘ N 4° 20‘ E
58° 45,0‘ N 3° 36‘ E T= 198m
59° 10,0‘ N 3° 30‘ E T= 230m
58° 39,0‘ N 2° 14‘ E
58° 44,0‘ N 2° 09‘ E
58° 53,0‘ N 2° 08‘ E
58° 49,0‘ N 1° 30‘ E
58° 55,5‘ N 3° 11‘ E
58° 26,0‘ N 4° 06‘ E T = 200 m




Letztes Update: 01.01.1970, 01:00 Uhr
Günther Kröger - 2008