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Schirmer
Jochen Schirmer
Kunstmaler


Arbeitskreis


60 Jahre
Fischwirtschaft
in Rostock Marienehe



Bilder vom Fischereihafen aus den Jahren 1950 bis 1990 und nach der Wende 1990

Fischereihafen




Ständige Ausstellung
Hochseefischerei 1950-1990

Societät Rostock maritim e.V.


Island

Kartenvermerk (IFH)

 

:        Ertragreichste Fischerei auf Heilbutt
                                      1. Nordwestl. Plätze              - April bis Anfang Juni
                                      2. Nördliche Plätze                - Juni bis Okt.
                                      3. Östl. u. Südöstl. Plätze      - Sept. bis Okt.

 

Weiden/Weg zum Laichen/Laichgebiet - Heilbutt um Island

 

Heilbuttvorkommen von Spitzbergen bis Norwegen

 


Die Fangplätze um Island waren lange Jahre bedeutend für die deutsche Hochseefischerei. Mit der Erweiterung der Hoheitsgrenzen 1952 auf 50 sm gingen wertvolle Fangplätze verloren. Der Versuch die Fischerei in den alten Gebieten zu erzwingen, ging als Kabeljaukrieg in die Geschichte ein. Die alten Rostocker Trawler hatten wegen ihrer Maschinenleistung Probleme in der Islandfischerei. Die Fischerei wurde 1977 um Island nach dem Inkrafttreten der 200 sm Zone beendet.
Island hat ein relativ flaches Schelf, welches auch in größeren Tiefen zerklüftet und dessen Meeresboden mit Felsen und Steinen übersät ist. Die Fischerei wurde dadurch stark behindern. Beeinflusst wird die Entwicklung der Fischbestände durch einen Ausläufer des relativ warmen Irmingerstroms im Süden und Westen der Insel und durch den kalten Ausläufer des Ostgrönlandstromes im Nordwesten, Norden und an der Ostküste. Durch die Berührung der Ausläufer beider Ströme und das Vorherrschen des kalten Wassers entstehen breite, große Vermischungszonen. Diese Zonen sind meistens die Weidegebiete der vorhandenen Fischbestände. Laichgebiete finden wir in den wärmeren Zonen an der Süd- und Westküste. In der Fischerei mussten sich die Fischereikapitäne auf jahreszeitlichen Wanderungen zwischen den Zonen einstellen.
Die wichtigsten Fischarten in den Fanggebieten um Island waren Heilbutt, Kabeljau, Rotbarsch, Köhler und Hering. Wegen der Eisverhältnisse im Norden und Nordwesten von Island war in den ersten drei Monaten des Jahres hier fast keine Fischerei möglich.

In Abhängigkeit von den Eisverhältnissen begann eine ertragreiche Fischerei im März/April auf Heilbutt, Kabeljau, Köhler und Rotbarsch in dem Gebiet Vikurall.
Der Heilbutt laichte in der Tiefsee um 1000 bis 2000 m. Bei Vikurall wurde die Beobachtung gemacht, dass der Heilbutt in sogenannten Wellen (1 – 2 Tagen) vom Norden kommend in Tiefen von 600 m in Tiefen über 900 m abzog. Die nächste Welle setzte dann wieder im Norden ein. Die beste Fischerei auf Heilbutt war im Mai. In der Nachlaichphase und der anschließenden Weideperiode im Juni/Juli steht der Heilbutt innerhalb der Hoheitsgrenzen.
Ging man in der Fischerei flacher, dann überwog der Anteil von Kabeljau und Rotbarsch. Vor dieser Zeit, im April und Mai, wurde bereits an der SW-Küste vom Mehlsack bis zum Schneemann gefischt.
Im Juni verlagert sich die Fischerei nördlich über Barda Grund bis zum Gammelloch. Der Fisch stand aber immer in der Nähe der Fischereigrenze in Tiefen bis 900 m.
An der Südost-Küste begann im Juni und sie konnte sich bis Oktober hinziehen, eine ausgesprochene Rotbarschfischerei auf dem Fangplatz Rosengarten. In den 50er Anfangsjahren wurden in diesem Fanggebiet sehr gute Ergebnissen erzielt.
Im Gebiet Ost- und Südost- Island war ab September eine mäßige Heilbuttfischerei in Tiefen von 270 bis 500 m möglich. Berichtet wurde von Kapitän Hegermann, dass der schwarze Heilbutt sich auf der Kidneebank im September bis November in der Nähe der pelagisch stehenden Heringsschwärme aufhielt. Der Heilbutt zog mit dem Hering nördlich.




Letztes Update: 29.10.2017, 14:55 Uhr
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